projekte

ecological footprint – reloaded

Der Ökologische Fußabdrucks des Großherzogtums Luxemburg wird neu berechnet.

Ecological Footprint – Reloaded

Im Rahmen des Projektes „Ecological Footprint – Reloaded“ wird der Ökologische Fußabdrucks des Großherzogtums Luxemburg in Zusammenarbeit mit dem Global Footprint Network (GFN) neu berechnet.

Das GFN berechnet den Ökologischen Fußabdruck einzelner Länder sowie weltweit unter Verwendung einer Art Buchhaltung für natürliche Ressourcen anhand globaler Hektar  (u.a. unter Berücksichtigung emittierten CO2 und der CO2-Äquivalente) und stellt diesen den verfügbaren Kapazitäten an globalen Hektar (u.a. für die Aufnahme von CO2-Äquivalenten), genannt Biokapaziät, gegenüber. Daraus berechnet wird die Anzahl der Planeten, die benötigt wird, um den Ressourcenverbrauch der Einwohner eines Landes bereitzustellen, würden weltweit alle Menschen so leben wie diese Bevölkerung. Die Berechnung des Ökologischen Fußabdrucks basiert auf allen Ressourcen, die die Bevölkerung oder der Herstellungsprozess benötigt sowie die Entsorgung der entstehenden Abfälle. Das GFN will mit dem Ecological Footprint auf die Notwendigkeit nachhaltiger Entwicklung aufmerksam machen und politische Entscheidungen vorantreiben.

Aufgabe des IBLA ist es, den Ökologischen Fußabdruck Luxemburgs für das Jahr 2018 mit den veröffentlichten Daten der verschiedenen nationalen Behörden zu berechnen. Eine Berechnung für das Jahr 2008 wurde vom Centre de Rechereche Public – Henri Tudor und Centre de Ressources de Technologies pour l‘Environnement durchgeführt. Ziel ist es nun, den Ressourcenverbrauch durch den Tanktourismus gesondert auszuweisen, um für die luxemburgische Bevölkerung ein realistischeres Bild des Konsums zu erhalten. U.a. der Tanktourismus, sowie auch der Export von überwiegend Dienstleistungen, die nicht als Ware gehandelt und beziffert werden, führen mit 7,92 Planeten zu einem sehr hohen Ressourcenverbrauch der Luxemburgischen Bevölkerung. Anhand dieser Ausarbeitungen sollen Trends aufgezeigt werden, sowie kritische Konsumbereiche und Bereiche mit hohem Einsparpotential identifiziert und kommuniziert werden.

Das Projekt wird im Auftrag des Nachhaltigkeitsrates Luxemburg durchgeführt.
2019-2020

monesca

Entwicklung eines semi-automatischen, höchstaufgelösten Monitorings von ESCA und anderen Absterbeerscheinungen im Weinbau

Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung einer Methode, die eine jährliche, halbautomatische Überwachung der ESCA-Symptomatik ermöglicht. ESCA ist eine der wichtigsten Rebholzkrankheiten die die Rebstöcke in der Folge absterben lässt. Die Verbreitung von ESCA hat in den letzten Jahrzehnten in Luxemburg, aber auch global drastisch zugenommen und gehört zu den ökonomisch relevantesten Krankheiten im Weinbau. Im Projekt MonESCA wird ein Monitoringsystem mit Hilfe von räumlich höchstaufgelösten Drohnendaten erstellt, welches die jährliche, räumlich präzise Erfassung der Symptome ermöglicht. Basierend darauf können Zusammenhänge mit Witterungsereignissen, Sorten, Standorten und Managementsystemen analysiert und Handlungsempfehlungen im Hinblick auf Schnittmaßnahmen (sanfter Rebschnitt, Reset-Methode) oder Neupflanzung ausgesprochen werden. Zudem lässt sich die ökonomische Relevanz, Schwankungen zwischen verschiedenen Jahren und langfristig auch die Zunahme der Verbreitung bestimmen. Das IBLA unterstützt im Bereich Praxis- und Wissenstransfer.
2019-2021

2000 m2 für unser essen

Projekt zur Förderung einer nachhaltigen Agrar- und Esskultur

Die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung gibt Anlass zur Sorge, denn bereits heuteübersteigt der Bedarf an globaler landwirtschaftlicher Fläche die zur Verfügung stehendelandwirtschaftliche Nutzfläche. Dabei würde die Ackerfläche von global 2000 m2 pro Personund, prognostiziert für 2050 von 1500 m2 aufgrund der steigenden Bevölkerungszahlen,bei einer nachhaltigen, gerechten Nutzung für die Versorgung der Weltbevölkerungausreichen. Voraussetzung ist eine effizientere Nutzung der produzierten Nahrungsmittel(weniger Abfall), eine regional angepasste Ernährung, und der Verzicht auf den Anbau vonEnergiepflanzen. Darüber hinaus ist in weiten Teilen der Welt und im Speziellen Europa undin Luxemburg eine Reduktion des Fleischkonsums aufgrund des hohen Flächenverbrauchszur Erzeugung der Futterpflanzen unerlässlich. Die Übernutzung der Agrarflächen ist mitverantwortlichfür den rasanten Artenrückgang, die Bodenerosion, die Wasserverschmutzungund den Klimawandel.

Wie können wir uns mit den gegebenen Flächenressourcen in Luxemburg nachhaltig ernähren?Dies wird am Haus vun der Natur auf der Kockelscheuer anhand der uns in Luxemburgzur Verfügung stehenden 2000 m2, davon 1000 m2 Dauergrünland, dargestellt. 1000 m2Ackerfläche stehen zur Verfügung, um den Verzehr pro Kopf an Kartoffeln, Zuckerrüben,Getreide, Gemüse und Obst etc. anzubauen. Auf der Fläche werden daher Kulturen angebaut,die unter den klimatischen und pedologischen Bedingungen Luxemburgs gedeihen.

Die Tierhaltung ist für die luxemburgische Grünlandregion sehr wichtig, da sich die landwirtschaftlicheFläche Luxemburgs zu jeweils 50% auf Grünland und Ackerflächen aufteilt. NurWiederkäuer können das Grünland optimal nutzen. Sie stellen somit ein wesentliches Bindegliedzur Agrarkultur dar, denn die Fruchtbarkeit des Bodens wird durch die organischenDünger aus der Tierhaltung besonders gefördert. So liefern Hühnermist, Schweinegülle undKuhdung als Dünger auf den Feldern einen wichtigen Beitrag, um Stickstoff und andereNährstoffe im landwirtschaftlichen Kreislauf zu halten und mineralische Dünger überflüssigzu machen. Daneben steigt das Angebot an pflanzlichen Düngern aus der Lebensmittelindustrie,welche in Kombination mit Gründüngung und einer angepassten Fruchtfolge ebenfallsfür die Nährstoffversorgung der Kulturen ausreichen.
2018-2022

susteatable

Integrierte Analyse von Ernährungsmustern und landwirtschaftlichen Praktiken für nachhaltige Ernährungssysteme in Luxemburg

Luxemburg ist derzeit mit vielen Umweltproblemen konfrontiert. Der Agrarsektor ist ebenso ein Opfer wie auch ein Treiber dieser Probleme. Veränderungen in den landwirtschaftlichen Praktiken sind notwendig, um diesen Umweltproblemen zu begegnen und die Ernährungssicherheit für künftige Generationen zu gewährleisten. Neben den Produktionspraktiken wird die Nachhaltigkeit des Lebensmittel- und Landwirtschaftssektors auch von der Nahrungsmittelauswahl der Verbraucher beeinflusst. Ziel dieses Projektes ist es daher, a) das derzeitige Nachhaltigkeitsniveau des luxemburgischen Agrarsektors ganzheitlich zu erfassen, b) notwendige Veränderungen in Ernährungsgewohnheiten und Produktionspraktiken zu identifizieren und c) differenzierte Strategien für die Entwicklung nachhaltiger Ernährungssysteme in Luxemburg zu entwickeln.
Das Projekt wird die Nachhaltigkeit des luxemburgischen Ernährungssystems auf zwei Ebenen bewerten: auf der Ebene der landwirtschaftlichen Betriebe und auf der Ebene der Ernährungssysteme. Für die Nachhaltigkeitsprüfung auf Betriebsebene analysiert das Projekt die Anbaumethoden und ihre jeweiligen Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit gemäß den SAFA-Leitlinien der FAO (Richtlinien für die Bewertung der Nachhaltigkeit der Ernährungs- und Landwirtschaftssysteme) unter Verwendung des SMART (Sustainability Monitoring and Assessment Routine) -Farm Tools. Durch diese Bewertung können Aspekte des Landwirtschaftssektors (Betriebstyp, Praktiken usw.) ermittelt werden, die positive oder negative Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit des Betriebs haben. Diese identifizierten Zielkonflikte und Synergien können dann in der Nachhaltigkeitsprüfung auf Ernährungssystemebene für Luxemburg verwendet werden. Hier wird das vom FiBL und der FAO entwickelte Mass-Flow-Modell des Landwirtschafts- und Lebensmittelsektors (SOL) zur Analyse der Umweltauswirkungen von Ernährungsgewohnheiten und Lebensmittelproduktionssystemen eingesetzt. Die Bewertung der Nachhaltigkeit auf Ernährungssystemebene ermöglicht die Entwicklung von Szenarien für nachhaltige Ernährungssysteme in Luxemburg.
Zusammen werden die Ergebnisse dieser beiden Ebenen der Nachhaltigkeitsbewertung synthetisiert und dazu genutzt, zielgruppenspezifische Empfehlungen für die Entwicklung nachhaltiger Ernährungssysteme zu formulieren.
2018 - 2021
Neben einer finanziellen Unterstützung des "Ministère du Développement Durable et des Infrastructures" und der Oeuvre National de Secours Grande-Duchesse Charlotte und Sponsoring von BIOGROS S.A. und OIKOPOLIS S.A. wird das Projekt auch über private Spenden getragen.

co2mpositiv

Leuchtturmprojekt: Optimierung organischer Stoffkreisläufe im Luxemburger Weinbau: Traubentrester - vom unterschätzten Abfallprodukt zum regional produzierten Premiumdünger

Der Reststoff Trester wird durch Optimierung der Mietenkompostierung in ein regionales, qualitativ hochwertiges Düngemittel transformiert. So werden Wege aufgezeigt die die organischen Stoffkreisläufe im Luxemburger Weinbau verbessern und damit den Einsatz von mineralischen Stickstoff- und Phosphatdünger und Pflanzenschutzmitteln minimieren.
Die Nutzung der Kompostierung in der landwirtschaftlichen Praxis und die Verwendung von Kompostprodukten sind ein Weg zu mehr Nachhaltigkeit und eine Möglichkeit um dem Klimawandel zu begegnen.
Lokal produzierte Kompostprodukte tragen dazu bei den Humusaufbau zu fördern und sind somit ein Beitrag zum Klimaschutz.
Das Ziel des Projektes ist es für breite Unterstützung von Kompostprodukten zu werben. Es werden Demonstrationsmieten sowie Demonstrationsflächen angelegt die für Kompostkurse und Workshops genutzt werden. Die Kurse richten sich an Landwirte, Winzer und Privatpersonen. Zudem werden Informationsveranstaltungen und Kommunikationsmaßnahmen durchgeführt die alle gesellschaftlichen Gruppen ansprechen.
2018-2021
Œuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte Luxembourg

pilotprojekt – schlassbierg

Seit 2016 arbeitet das IBLA mit dem Syndicat des Eaux du Sud (SES) und der Landwirtschaftskammer im Pilotprojekt „Schlassbierg“ zusammen. Im Anklang an vorherige Projekte für die Verbesserung der Trinkwasserqualität, in denen die Maßnahmen vor allem eine Reduzierung der Düngung und der Aufwandmengen von Pflanzenschutzmitteln beinhalteten, soll im aktuellen Projekt ein noch größerer Schritt gemacht werden. Dazu soll auf dem Plateau „Schlassbierg“ ganz auf mineralische Düngung und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel verzichtet werden. Das Projekt bietet die einmalige Gelegenheit, die Auswirkungen eines völligen Verzichtes auf den Einsatz von mineralischen Düngemittel und chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln auf die Wasserqualität zu untersuchen. Das gesamte Plateau ist Privateigentum eines Besitzers, alle Flächen werden von nur einem Landwirt bewirtschaftet und die Quellen werden alleine von diesem Plateau gespeist. Es bietet sich die Möglichkeit, den Effekt einer Umstellung der Bewirtschaftung der Flächen auf die Trinkwasserqualität anhand von 2 gefassten Quellen (Trinkwasserquellen) und 3 nicht erfassten Quellen (natürlichen Quellen) zu erfassen und zu analysieren, denn die Aktivitäten auf dem Plateau spiegeln sich direkt in den Quellen wieder. Hier kann demnach nicht nur die Trinkwasserqualität, sondern auch die allgemeine Gewässerqualität in der Auswertung berücksichtigt werden. Ziel des Projektes ist es, ganz auf eine mineralische Düngung und den Einsatz chemisch- synthetischer Pflanzenschutzmittel zu verzichten, um den Einfluss dieser landwirtschaftlichen Praxis auf die Trinkwasserqualität der Quellen zu analysieren. Dabei sollen die folgenden Fragen geklärt werden:

• Welche Auswirkungen hat die beschriebene Produktionsumstellung auf die Trinkwasserqualität in den 2 gefassten Quellen und die Gewässerqualität in den 3 natürlichen Quellen?
• Welche Umstellungen sind notwendig um trotz des Verzichtes auf Pflanzenschutzmittel und mineralische Düngung stabile Erträge zu erzielen?
• Auf welchem Niveau werden sich die Ertragsausfälle beziffern lassen?
2016 - 2023

legutec

Nachhaltige, ressourcenschonende Eiweißproduktion durch mechanische Herbizid-freie Beikrautregulierungstechniken im Körnerleguminosenanbau, am Beispiel der Sojabohne

Mit einem Proteinanteil von etwa 40 % und einer sehr hohen biologischen Wertigkeit aufgrund einer idealen Aminosäurezusammensetzung ist die Sojabohne (Glycine max (L.) Merr.) eine der wichtigsten Futtereiweißquellen in der Tierernährung. Als einer der EU-Staaten, die die Europäische Soja-Erklärung (2017) unterzeichnet haben, hat sich Luxemburg zum Ziel gesetzt, den regionalen Anbau von Sojabohnen und anderen Eiweißpflanzen zu fördern. Ausschlaggebend dafür ist die derzeitige Abhängigkeit von Importen, vor allem aus Nord- und Südamerika. Weit mehr als 60% der benötigten Sojamenge wird importiert, womit diverse ökologische und soziale Probleme einhergehen. Dank neuer Züchtungen wächst die Sojabohne längst nicht mehr nur in wärmeoptimalen Lagen, was eine Chance für die Steigerung der Sojaproduktion in Luxemburg darstellt. Der biologische Anbau von Soja ist jedoch anspruchsvoll und neben der derzeit noch nicht garantierten Weiterverarbeitung in Luxemburg (Toasten o.ä.) gibt es vor allem Wissenslücken im effizienten, nachhaltigen Beikrautmanagement.
Im Versuch werden bei drei Luxemburger Bio-Projektpartnern fünf verschiedene Beikrautregulierungsmethoden im Exaktversuch getestet und miteinander verglichen. Zusätzlich wird auf dem Versuchsstandort des Lycée Technique Agricole (LTA) in Bettendorf ein Streifenversuch angelegt, den die Schüler selber bewirtschaften. Beikraut- und Kulturpflanzenbiomasse und -deckung, Beikrautarten und Anzahl der Arten, sowie Anzahl der Kulturpflanzen werden vor und nach jedem Durchgang sowie während der Blütezeit und zur Ernte entnommen, um die Effizienz der verwendeten Techniken und mögliche Pflanzenschäden zu beurteilen. Die Firma Geocoptix GmbH ergänzt die Bonituren durch drohnengestützten Luftbildaufnahmen unter Verwendung verschiedener Echtfarben- und Multispektralbilder.
Anhand des Projektes soll aufgezeigt werden, welche modernen Möglichkeiten es für die mechanische Beikrautregulierung im Körnerleguminosenanbau gibt, um somit eine nachhaltige und ressourcenschonende Eiweißproduktion in Luxemburg anzukurbeln.
Oktober 2017 – September 2020
Das Projekt wird finanziert von der Oeuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte, dem Ministère de l’Agriculture, de la Viticulture et de la Protection des consommateurs und mit Unterstützung der König-Baudouin-Stiftung und der Nationalen Lotterie sowie durch Sponsoring von Wolff-Weyland S.A. und Piet van Luijk Sàrl.
Betrieb "An Dudel" Emering, Sprinkange
Betrieb Mehlen, Manternach
Betrieb François, Hostert

sortenversuche

im biologischen Landbau in Luxemburg

Ziel der Sortenversuche ist es den biologisch wirtschaftenden Betrieben in Luxemburg aussagekräftige Empfehlungen zur Sortenwahl geben zu können. Hierfür wurden 2009/2010 erstmalig Wintergetreidesortenversuche im biologischen Anbau im Rahmen des „Aktionsplans Biologischer Landbau Luxemburg“, mit finanzieller Unterstützung der Administration des Services Techniques de l‘Agriculture (ASTA) und Unterstützung des Lycée Technique Agricole (LTA), vom IBLA realisiert. Auf Grundlage dieser Versuche wird jedes Jahr eine Sortenliste von der nationalen Sortenkommission als Hilfestellung zur Sortenauswahl für die Landwirte herausgegeben.
Vom IBLA durchgeführte Sortenversuche für den biologischen Landbau sind:
• Wintergetreide (Winterweizen, Winterroggen, Wintertriticale)
• Sommergetreide (Sommerweizen, Hafer, Sommergerste)
• Sojabohnen
• Erbsen und Ackerbohnen
• Kartoffel
Wintergetreide-Sortenversuche: seit 2009
Sommergetreide-Sortenversuche: 2014-2016
Soja-Sortenversuch: 2014
Kleegrasmischungs-Versuche: 2013-2015
Erbsen- und Ackerbohnen-Sortenversuche: seit 2016
Kartoffel-Sortenversuche: seit 2016

grünland und tiergesundheit eifel

Die Optimierung des Dauergrünlandes, der Weidewirtschaft, des mehrjährigen Ackerfutterbaus und der Futterkonservierung, um so die Wirtschaftlichkeit, Tiergesundheit, Wertschöpfung und Umweltverträglichkeit der Milchviehhaltung in der Grünlandregion nachhaltig zu verbessern.

In den letzten Jahrzehnten haben sich auf den Milchviehbetrieben vermehrt Krankheitsbilder entwickelt, die nicht mehr den klassischen Krankheitsbildern zugeordnet werden können. Subklinische Acidosen, subklinische Ketosen ebenso wie Mortellaro und andere hat man vor 40 Jahren nicht gekannt. Es handelt sich hier um Krankheitsbilder, deren Ursachen auf mehrere Faktoren zurückzuführen sind und medizinisch nicht mehr eindeutig analysiert und benannt werden können. Diese Krankheitsbilder werden daher unter dem Begriff „Faktoren-krankheiten“ zusammengefasst. Sowohl in der Beratung als auch in der Forschung ist die klassische Herangehensweise zur Lösungsfindung der disziplinäre Ansatz. Das erschwert die Analyse kausaler Zusammenhänge innerhalb so komplexer Systeme wie die Haltung und Fütterung der Milchkuh. Um die Milcherzeugung nachhaltig und wirtschaftlich zu optimieren, ist eine interdisziplinäre Herangehensweise unumgänglich. Eine solche innovative, interdisziplinäre Herangehensweise muss sich sowohl auf die Akteure (Praxis, Beratung, Forschung) als auch auf die Beobachtungen und Analysen (Boden, Grünland, Futterkonservierung, Fütterung, Tiergesundheit) beziehen.

Ziel des Projektes ist es:
- Grünland und Ackerfutterbau hinsichtlich ihrer Erträge unter Berücksichtigung der Düngung und des Schnittzeitpunktes zu analysieren,
- das Silageverfahren im Hinblick auf eine Verringerung des Reineiweißabbaus zu verbessern und Alternativen zum Silageverfahren aufzuzeigen,
- den Einfluss der Bewirtschaftung des Grünlandes und Ackerfutterbau, sowie der Konservierungsverfahren auf die Grundfutteraufnahme und Tiergesundheit der Milch-kuh zu analysieren und somit die Wirtschaftlichkeit der Milchviehhaltung insgesamt zu verbessern.
2016 - 2019
Das Projekt ist ein EIP Agri (European Innovation Partnership "Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit") Projekt, gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für ländliche Entwicklung (FEADER) im Rahmen des rheinland-pfälzischen Programms EULLE "Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung" kofinanziert vom Land Rheinland-Pfalz vertreten durch das "Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz".