projekte

simba

Simulation der wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen der Milchviehhaltung mit Hilfe von agentenbasierten Modellen

Das Management eines Milchviehbetriebes entscheidet wesentlich über dessen ökonomischen Erfolg und ökologischen Einfluss. Die Simulation eben des Impakts von Managemententscheidungen wurde demnach als wichtige Herausforderung bei der Modellierung landwirtschaftlicher Systeme identifiziert; dazu werden sognannte agentenbasierte Modelle (ABM) genutzt. Das Projekt zielt darauf ab, ein Entscheidungsunterstützungssystem (Decision Support System, DSS) auf der Basis eines LCA (life cycle assessment)-ABM-gekoppelten Simulators zu entwickeln. Auf diese Weise können die wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen verschiedener Herdenmanagementstrategien getestet werden. Für die Konzeption und Validierung von LCA-ABM werden Phänotypen in mehr als 320 Milchviehbetrieben in der Wallonie und in Luxemburg gesammelt (z.B. Tiermerkmale, Milchzusammensetzung und -ertrag, Fütterung und betriebsspezifische Wirtschaftsdaten) oder auf Einzeltierbasis anhand von Milchspektren im mittleren Infrarotbereich (Körpergewicht, Methanemissionen) prognostiziert. Weitere Phänotypen werden in diesem Projekt aus einfach zu erfassenden Merkmalen unter Verwendung von Algorithmen für maschinelles Lernen vorhergesagt. Diese beziehen sich sowohl auf das Verhalten der Landwirte als auch auf die Weidemethodik. Phänotypen ermöglichen in Verbindung mit Standardliteraturgleichungen aus dem Bereich der Ökobilanzen die Berechnung der Umweltauswirkungen einzelner Kühe mit einer höheren zeitlichen Auflösung als bei den bestehenden Ökobilanzen. Schließlich wird die Robustheit der Annahmen hinter dem LCA-ABM-basierten Entscheidungstool anhand detaillierter Wirtschafts-, Futter- und Produktionsdaten bewertet, welche auf zehn Pilotbetrieben in Luxemburg erhoben werden.
2019 - 2023
Unterstützt durch den Fond National de la Recherche Luxembourg“INTER/FNR/18/12987586“

braugeescht – vum kär zum béier

Auf Anfrage der ASTA wurde 2019 auf vier Bio-Betrieben im Norden des Landes auf insgesamt 17 ha die Bio-Sommerbraugerste Avalon mit dem Ziel angebaut, die Brasserie Nationale S.A. dabei zu unterstützen, das Bio-Bier Funck Bricher auch mit Malz aus luxemburgischer Bio-Braugerste brauen zu können. Neben der Ausarbeitung der Informationsbroschüre „Braugeescht: Vum Kär zum Béier“ wurden die Landwirte von den Beratern des IBLA vom Anbau und der Kulturführung bis hin zur Ernte und Lagerung fachlich unterstützt und begleitet. Für die Qualitätssicherung wurden das geerntete Getreide bei de Verband auf die gängigen Qualitätseigenschaften von Braugerste und beim Laboratoire National de la Santé auf mögliche Belastungen mit Pflanzenschutzmitteln und Mykotoxinen untersucht. Im Oktober wurden Proben der Braugerste bei der Mälzerei Mouterij Dingemans N.V. auf wichtige Qualitätsmerkmale untersucht um die Eignung für die Weiterverarbeitung in Malz zu bestimmen. Insgesamt war die luxemburgische Bio-Braugerste für das Funck-Bricher Bio-Bier von guter Qualität. Aus der Ernte 2019 konnten rund 44 Tonnen Braugerste an die Mouterij Dingemans N.V geliefert werden, um nach der dortigen Verarbeitung zu Malz in der Brasserie Nationale in Funck-Bricher Bier zu veredeln. 2020 wird die Bio-Sommerbraugerste Avalon auf etwa 35 ha angebaut.
seit 2019

i2connect

Berater sowie ihre Organisationen zu befähigen, Land- und Forstwirte in interaktive Innovationsprozesse einzubinden und zu unterstützen

Stärkung der Fähigkeiten, Kompetenzen und Einstellungen von Beratern zur Unterstützung interaktiver Innovation durch: Ermittlung und Austausch bewährter Verfahren, Entwicklung von Instrumenten und Methoden, Schulung und Organisation von Peer-to-Peer-Lernen und Vernetzung.
Stärkung und Profilierung der Rolle von Beratern in interaktiven Innovationsprozessen auf verschiedenen Ebenen:
- durch ein besseres Verständnis des landwirtschaftlichen Wissens- und Innovationssytems
(AKIS: Agricultural Knowledge and Innovation Systems) auf Länderebene,
- durch die Identifizierung von Anbietern von Beratungsdiensten in ganz Europa,
- durch die Schaffung eines günstigen Umfelds innerhalb der Beratungsdienste,
- durch eine bessere Verbindung und Einbettung der Beratungsdienste in das AKIS und
- durch geeignete öffentliche Maßnahmen.
Schaffung eines sozialen Unterstützungsnetzwerks und einer Vernetzungskultur zwischen den verschiedenen Beratern, die innovative Innovationsprozesse zu erleichtern.
2019-2024
Das Projekt ist ein Horizon 2020 Projekt der Europäischen Union.

ecological footprint – reloaded

Im Rahmen des Projektes wird der Ökologische Fußabdrucks für Luxemburg in Zusammenarbeit mit dem Global Footprint Network neu berechnet. Der Ökologische Fußabdruck einzelner Länder sowie global wird unter Verwendung einer Art Buchhaltung für natürliche Ressourcen anhand globaler Hektar berechnet und wird den verfügbaren Kapazitäten an globalen Hektar, genannt Biokapaziät, gegenübergestellt. Daraus berechnet wird die Anzahl der Planeten, die benötigt wird, um den Ressourcenverbrauch der Einwohner eines Landes bereitzustellen, würden weltweit alle Menschen so leben wie diese Bevölkerung. Mit dem Ecological Footprint soll auf die Notwendigkeit nachhaltiger Entwicklung aufmerksam gemacht werden und politische Entscheidungen vorantreiben. Aufgabe des IBLA ist es, den Ökologischen Fußabdruck Luxemburgs für das Jahr 2018 zu berechnen. Ziel ist es nun, den Ressourcenverbrauch durch den Tanktourismus gesondert auszuweisen, um für die luxemburgische Bevölkerung ein realistischeres Bild des Konsums zu erhalten. Anhand dieser Ausarbeitungen sollen Trends aufgezeigt werden, sowie kritische Konsumbereiche und Bereiche mit hohem Einsparpotential identifiziert und kommuniziert werden.
2019-2020

monesca

Entwicklung eines semi-automatischen, höchstaufgelösten Monitorings von ESCA und anderen Absterbeerscheinungen im Weinbau

Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung einer Methode, die eine jährliche, halbautomatische Überwachung der ESCA-Symptomatik ermöglicht. ESCA ist eine der bedeutensten Rebholzkrankheiten die die Rebstöcke in der Folge absterben lässt. Die Verbreitung von ESCA hat in den letzten Jahrzehnten in Luxemburg, aber auch global drastisch zugenommen und gehört zu den ökonomisch relevantesten Krankheiten im Weinbau. Im Projekt MonESCA wird ein Monitoringsystem mit Hilfe von räumlich höchstaufgelösten Drohnendaten erstellt, welches die jährliche, räumlich präzise Erfassung der Symptome ermöglicht. Basierend darauf können Zusammenhänge mit Witterungsereignissen, Sorten, Standorten und Managementsystemen analysiert und Handlungsempfehlungen im Hinblick auf Schnittmaßnahmen (sanfter Rebschnitt, Reset-Methode) oder Neupflanzung ausgesprochen werden. Zudem lässt sich die ökonomische Relevanz, Schwankungen zwischen verschiedenen Jahren und langfristig auch die Zunahme der Verbreitung bestimmen. Das IBLA unterstützt im Bereich Praxis- und Wissenstransfer.
2019-2021

2000 m2 für unser essen

Projekt zur Förderung einer nachhaltigen Agrar- und Esskultur

Die luxemburgische Bevölkerung nutzt im Durchschnitt ca. 3700 m2 um sich zu ernähren. Jedoch stehen jedem Einwohner in Luxemburg selbst nur 2000 m2 für die Erzeugung von Lebensmitteln zur Verfügung. Die Flächen teilen sich zu jeweils 50% auf Grünland und Ackerflächen auf. Die Ackerflächen können zum Anbau von Lebensmitteln zur direkten Ernährung (z.B Kartoffeln oder Gemüse) genutzt werden. Mit den Erzeugnissen ist eine gesunde, saisonal vielfältige Ernährung möglich, wobei auch Futtermittel zur Produktion tierischer Lebensmittel angebaut werden können. Die zur Verfügung stehenden 1000 m2 Grünland werden für die Rinderhaltung genutzt, denn nur diese können die Grasflächen optimal verwerten. Am "Haus vun der Natur" werden diese auf der Projektfläche von 2000 m2 in den Flächenanteilen angebaut, wie sie eine mögliche, gesunde Ernährungsweise der luxemburgischen Bevölkerung darstellen könnte. Auf der Projektfläche werden regionale Kulturen biologisch angebaut, Möglichkeiten einer umweltfreundlichen Ernährung aufgezeigt und die Menge der mit dem Anbau verbundenen klimaschädlichen Treibhausgasen dargestellt. Wir heißen Sie am "Haus der Natur" herzlich willkommen, melden Sie sich einfach bei uns!
2018-2022

susteatable

Integrierte Analyse von Ernährungsmustern und landwirtschaftlichen Praktiken für nachhaltige Ernährungssysteme in Luxemburg

Luxemburg ist derzeit mit vielen Umweltproblemen konfrontiert. Der Agrarsektor ist ebenso ein Opfer wie auch ein Treiber dieser Probleme. Veränderungen in den landwirtschaftlichen Praktiken sind notwendig, um diesen Umweltproblemen zu begegnen und die Ernährungssicherheit für künftige Generationen zu gewährleisten. Neben den Produktionspraktiken wird die Nachhaltigkeit des Lebensmittel- und Landwirtschaftssektors auch von der Nahrungsmittelauswahl der Verbraucher beeinflusst.
Ziel dieses Projektes ist es daher,
a) das derzeitige Nachhaltigkeitsniveau des luxemburgischen Agrarsektors ganzheitlich zu erfassen,
b) notwendige Veränderungen in Ernährungsgewohnheiten und Produktionspraktiken zu identifizieren und
c) differenzierte Strategien für die Entwicklung nachhaltiger Ernährungssysteme in Luxemburg zu entwickeln.
Das Projekt wird die Nachhaltigkeit des luxemburgischen Ernährungssystems auf zwei Ebenen bewerten: auf der Ebene der landwirtschaftlichen Betriebe und auf der Ebene der Ernährungssysteme. Zusammen werden die Ergebnisse dieser beiden Ebenen der Nachhaltigkeitsbewertung synthetisiert und dazu genutzt, zielgruppenspezifische Empfehlungen für die Entwicklung nachhaltiger Ernährungssysteme zu formulieren.
2018 - 2021
Neben einer finanziellen Unterstützung des "Ministère du Développement Durable et des Infrastructures" und der Oeuvre National de Secours Grande-Duchesse Charlotte und Sponsoring von BIOGROS S.A. und OIKOPOLIS S.A. wird das Projekt auch über private Spenden getragen.

co2mpositiv

Leuchtturmprojekt: Optimierung organischer Stoffkreisläufe im Luxemburger Weinbau: Traubentrester - vom unterschätzten Abfallprodukt zum regional produzierten Premiumdünger

Der Reststoff Trester wird durch Optimierung der Mietenkompostierung in ein regionales, qualitativ hochwertiges Düngemittel transformiert. So werden Wege aufgezeigt die die organischen Stoffkreisläufe im Luxemburger Weinbau verbessern und damit den Einsatz von mineralischen Stickstoff- und Phosphatdünger und Pflanzenschutzmitteln minimieren.
Die Nutzung der Kompostierung in der landwirtschaftlichen Praxis und die Verwendung von Kompostprodukten sind ein Weg zu mehr Nachhaltigkeit und eine Möglichkeit um dem Klimawandel zu begegnen.
Lokal produzierte Kompostprodukte tragen dazu bei den Humusaufbau zu fördern und sind somit ein Beitrag zum Klimaschutz.
Das Ziel des Projektes ist es für breite Unterstützung von Kompostprodukten zu werben. Es werden Demonstrationsmieten sowie Demonstrationsflächen angelegt die für Kompostkurse und Workshops genutzt werden. Die Kurse richten sich an Landwirte, Winzer und Privatpersonen. Zudem werden Informationsveranstaltungen und Kommunikationsmaßnahmen durchgeführt die alle gesellschaftlichen Gruppen ansprechen.
2018-2021
Œuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte Luxembourg

pilotprojekt – schlassbierg

Seit 2016 arbeitet das IBLA mit dem Syndicat des Eaux du Sud (SES) und der Landwirtschaftskammer im Pilotprojekt „Schlassbierg“ zusammen. Im Anklang an vorherige Projekte für die Verbesserung der Trinkwasserqualität, in denen die Maßnahmen vor allem eine Reduzierung der Düngung und der Aufwandmengen von Pflanzenschutzmitteln beinhalteten, soll im aktuellen Projekt ein noch größerer Schritt gemacht werden. Dazu soll auf dem Plateau „Schlassbierg“ ganz auf mineralische Düngung und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel verzichtet werden. Das Projekt bietet die einmalige Gelegenheit, die Auswirkungen eines völligen Verzichtes auf den Einsatz von mineralischen Düngemittel und chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln auf die Wasserqualität zu untersuchen. Das gesamte Plateau ist Privateigentum eines Besitzers, alle Flächen werden von nur einem Landwirt bewirtschaftet und die Quellen werden alleine von diesem Plateau gespeist. Es bietet sich die Möglichkeit, den Effekt einer Umstellung der Bewirtschaftung der Flächen auf die Trinkwasserqualität anhand von 2 gefassten Quellen (Trinkwasserquellen) und 3 nicht erfassten Quellen (natürlichen Quellen) zu erfassen und zu analysieren, denn die Aktivitäten auf dem Plateau spiegeln sich direkt in den Quellen wieder. Hier kann demnach nicht nur die Trinkwasserqualität, sondern auch die allgemeine Gewässerqualität in der Auswertung berücksichtigt werden. Ziel des Projektes ist es, ganz auf eine mineralische Düngung und den Einsatz chemisch- synthetischer Pflanzenschutzmittel zu verzichten, um den Einfluss dieser landwirtschaftlichen Praxis auf die Trinkwasserqualität der Quellen zu analysieren. Dabei sollen die folgenden Fragen geklärt werden:

• Welche Auswirkungen hat die beschriebene Produktionsumstellung auf die Trinkwasserqualität in den 2 gefassten Quellen und die Gewässerqualität in den 3 natürlichen Quellen?
• Welche Umstellungen sind notwendig um trotz des Verzichtes auf Pflanzenschutzmittel und mineralische Düngung stabile Erträge zu erzielen?
• Auf welchem Niveau werden sich die Ertragsausfälle beziffern lassen?
2016 - 2023

legutec

Nachhaltige, ressourcenschonende Eiweißproduktion durch mechanische Herbizid-freie Beikrautregulierungstechniken im Körnerleguminosenanbau, am Beispiel der Sojabohne

Mit einem Proteinanteil von etwa 40% und einer idealen Aminosäurenzusammensetzung, ist Soja eine der wichtigsten Futtereiweißquellen in der Tierernährung. Aufgrund der derzeitigen Abhängigkeit von Importen aus Nord- und Südamerika, hat Luxemburg die Europäische Soja-Erklärung (2017) unterzeichnet, um den regionalen Anbau von Soja und anderen Eiweißpflanzen zu fördern. Neben der noch nicht garantierten Weiterverarbeitung in Luxemburg (Toasten o.ä.) gibt es vor allem Wissenslücken im effizienten, nachhaltigen Beikrautmanagement. Im Versuch werden bei drei Luxemburger Bio-Betrieben fünf verschiedene Beikrautregulierungsmethoden im Exaktversuch getestet und miteinander verglichen. Zusätzlich wird auf dem Versuchsstandort des Lycée Technique Agricole (LTA) ein Streifenversuch angelegt, den die Schüler selber bewirtschaften. Anhand des Projektes soll aufgezeigt werden, welche moderne Möglichkeiten es für die mechanische Beikrautregulierung im Körnerleguminosenanbau gibt, um so eine nachhaltige und ressourcenschonende Eiweißproduktion in Luxemburg anzukurbeln.
Oktober 2017 – September 2020
Das Projekt wird finanziert von der Oeuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte, dem Ministère de l’Agriculture, de la Viticulture et de la Protection des consommateurs und mit Unterstützung der König-Baudouin-Stiftung und der Nationalen Lotterie sowie durch Sponsoring von Wolff-Weyland S.A. und Piet van Luijk Sàrl.
Betrieb "An Dudel" Emering, Sprinkange
Betrieb Mehlen, Manternach
Betrieb François, Hostert

sortenversuche

im biologischen Landbau in Luxemburg

Ziel der Sortenversuche ist es den biologisch wirtschaftenden Betrieben in Luxemburg aussagekräftige Empfehlungen zur Sortenwahl geben zu können. Hierfür wurden 2009/2010 erstmalig Wintergetreidesortenversuche im biologischen Anbau vom IBLA in Kooperation mit dem Lycee Technique Agricole (LTA) realisiert. In den letzten Jahren wurden die Sortenversuche um weitere Arten ergänzt. Seit 2020 finden auch Maissortenversuche statt, welche in Zusammenarbeit mit der Administration des Services Techniques de l‘Agriculture (ASTA) durchgeführt werden. Auf Grundlage dieser Versuche wird jedes Jahr eine Sortenliste von der nationalen Sortenkommission als Hilfestellung zur Sortenauswahl für die Landwirte herausgegeben.
• Wintergetreide-Sortenversuche: seit 2009
• Sommergetreide-Sortenversuche: 2014-2016, und wieder seit 2019
• Soja-Sortenversuch: 2014, und wieder seit 2018
• Kleegrasmischungs-Versuche: 2013-2015
• Erbsen- und Ackerbohnen-Sortenversuche: seit 2016
• Kartoffel-Sortenversuche: seit 2016
• Mais-Sortenversuch: seit 2020

grünland und tiergesundheit eifel

Die Optimierung des Dauergrünlandes, der Weidewirtschaft, des mehrjährigen Ackerfutterbaus und der Futterkonservierung, um so die Wirtschaftlichkeit, Tiergesundheit, Wertschöpfung und Umweltverträglichkeit der Milchviehhaltung in der Grünlandregion nachhaltig zu verbessern.

In den letzten Jahrzehnten haben sich auf den Milchviehbetrieben vermehrt Krankheitsbilder entwickelt, die nicht mehr den klassischen Krankheitsbildern (z.B. Subklinische Acidosen, subklinische Ketosen ebenso wie Mortellaro) zugeordnet werden können. Es handelt sich hier um Krankheitsbilder, deren Ursachen auf mehrere Faktoren zurückzuführen sind und medizinisch nicht mehr eindeutig analysiert und benannt werden können. Um die Milcherzeugung nachhaltig und wirtschaftlich zu optimieren, ist eine interdisziplinäre Herangehensweise unumgänglich.
Ziel des Projektes ist es:
• Grünland und Ackerfutterbau hinsichtlich ihrer Erträge unter Berücksichtigung der Düngung und des Schnittzeitpunktes zu analysieren,
• das Silageverfahren im Hinblick auf eine Verringerung des Reineiweißabbaus zu verbessern und Alternativen zum Silageverfahren aufzuzeigen,
• den Einfluss der Bewirtschaftung des Grünlandes und Ackerfutterbau, sowie der Konservierungsverfahren auf die Grundfutteraufnahme und Tiergesundheit der Milch-kuh zu analysieren und somit die Wirtschaftlichkeit der Milchviehhaltung insgesamt zu verbessern.
2016 - 2020
Das Projekt ist ein EIP Agri (European Innovation Partnership "Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit") Projekt, gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für ländliche Entwicklung (FEADER) im Rahmen des rheinland-pfälzischen Programms EULLE "Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung" kofinanziert vom Land Rheinland-Pfalz vertreten durch das "Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz".